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NEUBAUPROJEKT BERGEDORFER TOR

Ökologisches, ökonomisches und sozial verträgliches Handeln in der Immobilienbranche

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    Projektgesellschaft Bergedorfer Tor

 

Karl-Friedrich Konietzky und Peter Appel, Vorstände der Hanseatische Real Estate Finanz Holding AG und Geschäftsführer der Projektgesellschaft Bergedorfer Tor, im Interview über das Bergedorfer TorKarl-Friedrich Konietzky, (60), geboren in Hamburg, ist seit über 25 Jahren als Projektentwickler und Bauträger, sowie Immobiliensachverständiger in der Immobilienbranche tätig. Als Diplomkaufmann und Fachwirt in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft hat er sich 1992 selbständig gemacht und ist seitdem im Bauträgergeschäft tätig.Peter Appel (56) zog es nach dem Studium des Bauingenieurwesens in die kommunale Verwaltung. Nach diversen Stationen im Bau- und Planungsbereich gründeten er und Karl-Friedrich Konietzky die Hanseatische Real Estate Finanz Holding AG, aus der dann die Tochter „Projektgesellschaft Bergedorfer Tor hervorging. Im Interview sprechen sie über ihr aktuelles Projekt – das Bergedorfer Tor und über Herausforderungen in der Baubranche.

 

1. Das Gebäudeensemble Bergedorfer Tor zeichnet sich durch das Nutzungskonzept Wohnen, Gesundheit, Büro und Gastronomie aus – warum gerade dieser Mix?

Eine langfristig ausgewogene Zusammensetzung der Nutzer ist essentiell. Darüber hinaus galt es, ein Nutzungskonzept zu schaffen, dass sich sinnvoll in die Umgebung einfügt bzw. das bisherige Angebot vor Ort ergänzt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert. Dazu kommt, dass das Wohnen in Bergedorfs Stadtmitte wieder integriert werden soll.

2. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in den Projekten der Hanseatischen Real Estate Finanz Holding AG und wie spiegelt sich das im Bergedorfer Tor wieder?

Ziel ist es zukunftsfähige Gebäude mit hohem Nutzerkomfort bei gleichzeitig kontrolliertem intelligenten Materialeinsatz und Energieverbrauch zu entwickeln. Um dies sicherzustellen, bedienen wir uns eines interdisziplinär zusammengesetzten Kompetenz-Netzwerks aus unterschiedlichen Akteuren. Wir setzen auf verstärkte Nutzung erneuerbarer Ressourcen und Energien, um den Naturhaushalt möglichst wenig zu belasten und die Lebenschancen künftiger Generationen zu bewahren.

3. Wie bildet die Hanseatische Real Estate Finanz Holding AG den demografischen Wandel in Bauprojekten ab?

Der demografische Wandel verändert die Bedingungen des menschlichen Zusammenlebens grundlegend. Derzeit ist erst in Umrissen zu erkennen, welche neuen sozialen, politischen und ökonomischen Herausforderungen wir als Gesellschaft bewältigen müssen. Vor allem das höhere Lebensalter ist zu einem Lebensabschnitt geworden, der schon heute einen zeitlichen Umfang von bis zu 40 Jahren einnehmen kann. Die Mehrheit der Älteren möchte in dieser Phase weiterhin aktiv sein, eigene Lebensentwürfe verwirklichen und durch ihr Engagement das gesellschaftliche Leben mitgestalten. Dabei besitzt ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben im vertrauten Wohnumfeld in unmittelbarer Nähe der Familie höchsten Stellenwert. Wir nehmen diese Herausforderung an und wollen mit generationsübergreifenden und innovativen Lösungen überzeugen.

4. Wie trägt die Hanseatische Real Estate Finanz Holding AG unterschiedlichsten Anforderungen an Wohnkonzepte wie etwa Familien, Singles, Senioren Rechnung?

Wir stellen den Menschen in seiner jeweiligen Umwelt ins Zentrum unserer Projektplanung. Nur auf diese Weise erlebt er höchste Wertschätzung und persönliches Involvement auf allen Ebenen. So sorgen wir dafür, dass Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen Wohnraum finden, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

5. An Bauträger werden heute vielfältige Anforderungen gestellt, was ökologisches, ökonomisches und sozial verträgliches Handeln betrifft, wie gehen Sie damit um?

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Leben von morgen mitzugestalten. Dazu gehört auch, den Menschen genau zuzuhören und individuelle Bedürfnisse und Wünsche zu verstehen. Deshalb setzen wir auf Projekte mit ausgefallener, aber dennoch passender Architektur und menschlichen Netzwerken. Auf der Basis unserer definierten Grundwerte wollen wir funktionale Nutzungsvorteile und emotionale Mehrwerte für die Menschen schaffen.
Jede Planung stellt das Umfeld, die zeitgemäßen Arbeits-, Markt-, Wohn- und Lebenssituationen in den Mittelpunkt. Gelingt es, diese mit vielen anderen Bausteinen in Einklang zu bringen, so entsteht weit mehr als nur Raum zum Arbeiten, Geschäfte machen, Wohnen und Leben.

6. Vorgaben seitens Politik, Verwaltung und Wirtschaft lassen sich teilweise schwer in Einklang bringen. Welche Herausforderungen galt es beim Bergedorfer Tor diesbezüglich zu bewältigen?

Ein Bauprojekt ist immer ein komplexes Thema. Wir möchten hier nun einige Beispiele nennen: Ursprünglich war für das Grundstück ein vollkommen anderes Nutzungskonzept, nämlich ein Multiplexkino, vorgesehen. Die Planung war bereits sehr konkret, so gab es beispielsweise schon Visualisierungen dazu. Wir waren aber der Überzeugung, dass ein zukunftsfähiges Konzept „Wohnen und Arbeiten“ an diesem Standort in den Mittelpunkt gestellt werden sollte. Es war zwar ein schwieriger Weg, alle Beteiligten – insbesondere die Bezirkspolitiker und -verwaltung – von einem komplett anderen Konzept zu überzeugen, aber mit der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Bergedorf-Bille eG an der Seite, konnten wir mit der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum (95 Wohnungen) und einem attraktiven medizinischen Zentrum schließlich überzeugen. Eine weitere Herausforderung, die wir mit der Kommunalverwaltung klären mussten, war die Höhe der Gebäude und welche Abstufungen es in der Gebäudehöhe geben darf. Das haben wir mittels eines städtebaulichen Architekten-Wettbewerbs gelöst. Der Siegerentwurf wurde von den APB Architekten BDA aus Hamburg eingereicht, deren Vorschlag ein geschickter Übergang zu den Nachbar-gebäuden mittels Höhenstaffelung war. Der Entwurf gewann nicht zuletzt auch, weil sich das Gebäude sehr gut in die städtebauliche Umgebung einfügt. Insgesamt verleiht er dem Bergedorfer Tor einen hohen Wiedererkennungswert. Zusätzlich musste eine Lösung für die Verlegung des Postbank-Finanz-Centers und den Zustellstützpunkt der Deutschen Post AG gefunden werden. Die Suche nach Ersatzstandorten verzögerte die zeitliche Planung und es galt, die beteiligten Fachplaner und Ingenieure entsprechend einzubinden. Auch das Thema Grundwasserabsenkung nahm bei diesem Projekt erheblichen Raum ein. Mit den zuständigen Behörden konnte eine gute Lösung gefunden werden.

7. Was ist Ihre Zukunftsvision für das Bergedorfer Tor?

Die Stadtmitte Bergedorfs soll mit dem Bergedorfer Tor weiter aufgewertet werden. Das Schaffen von Synergien mit vorhandenen Nutzungskonzepten steht dabei im Vordergrund. Das Bergedorfer Tor soll durch ein ausgewogenes Konzept zwischen gewerblicher Nutzung und Schaffung von Wohnraum zu einer angesehenen Adresse in Bergedorf werden. Besonders im gewerblichen Bereich gilt es einen Standort für Unternehmen zu schaffen, der geringe Fluktuation aufweist.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bergedorfer-tor.com