Nagelneue Wohnungen in Neugraben 

So soll es auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne 2020 aussehen.
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Der Bauboom im Bezirk Harburg hält an. 2020 werden allein im Quartier Heidbrook 164 neue Mietwohnungen fertig.

In Hamburg drehen sich die Baukräne, auch im Bezirk Harburg. Im vergangenen Jahr wurden 728 neue Wohnungen fertiggestellt. Der Bauboom im Bezirk hält schon seit einigen Jahren an. So wurden 2017 insgesamt 993 Wohnungen bezugsfertig, zwischen 2014 und 2018 waren es jährlich 748 Wohneinheiten. 

Besonders viele Wohnungen entstehen derzeit im Süden des Bezirks in Neugraben-Fischbek in den Wohngebieten Vogelkamp und Fischbeker Heidbrook. In beiden Quartieren sind die ersten Mieter eingezogen. Das Viertel, das Fischbeker Reethen heißen soll und an der Stadtgrenze zu Neu Wulmstorf liegt, wird erst noch entwickelt. Dort sollen 2200 Wohneinheiten entstehen. In wenigen Jahren sollen im Süderelberaum insgesamt 5000 neue Wohnungen mehr als 15.000 Menschen ein neues Zuhause bieten. Die günstige Lage und die gute Anbindung an die Hamburger City machen die neuen Quartiere für viele Hamburger zu attraktiven Adressen.

Auf dem Areal der ehemaligen Röttiger-Kaserne wurde Richtfest gefeiert

Gerade Richtfest gefeiert wurde auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne. Dort entstehen im Quartier Heidbrook 164 Mietwohnungen. Hochtief und der Hamburger Entwickler Procom errichten dafür vier Gebäude. Zielgruppe der Entwickler sind unter anderem auch Familien, da verschiedene Untersuchungen zeigen, dass vor allem Menschen mit Kindern aus den inneren Stadtlagen an die Ränder ziehen. Weil aber Wohnraum allein nicht genügt, um die Bedürfnisse der Menschen, die in den neuen Vierteln heimisch werden sollen zu befriedigen, soll auch eine Kita auf dem Areal Platz finden. 

Die Mietpreise sollen ab 6,60 Euro pro Quadratmeter kalt liegen

Mitte 2020 soll der Komplex fertig sein und damit sogar eher als ursprünglich geplant. „Das liegt an der guten Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Projektbeteiligten hier in Hamburg“, sagte Procom-Geschäftsführer Dennis Barth. Von den insgesamt 164 Wohnungen werden nach Informationen der Bauherren 52 öffentlich gefördert. Im ersten Förderweg sollen sie 6,60 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter kosten, im zweiten Förderweg 8,70 Euro. Die frei finanzierten Mietwohnungen mit dem Projektnamen „Fischbeker Heidbrook Plateau“ werden zwischen zehn und zwölf Euro kalt pro Quadratmeter angeboten – was im Süderelberaum dem oberen Preissegment entsprechen dürfte. 

Die Infrastruktur in Neugraben soll parallel zum Wohnungsbau mitwachsen

Aktuell sind die Kitaplätze im Bezirk Harburg knapp, auch die Versorgung mit Ärzten, vor allem Spezialisten wie Augenheilkundlern und Psychotherapeuten wurden in der Vergangenheit kritisiert.  Bei der Planung der Neubaugebiete versprachen Senat und Bezirk, dafür zu sorgen, dass der Ausbau der Infrastruktur mit dem Wohnungsbau Hand in Hand geht. Neue Kitas, Schulen, Sport- und Freizeitanlagen sind geplant, Anlaufstellen für Senioren, Beratungsstellen sowie die Anbindung an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs. Neben neuen Buslinien, die die neuen Quartiere erschließen und verbinden sollen, sollen auch die S-Bahn-Linien S 3 und S 31 künftig verstärkt werden, vor allem am Morgen und in den frühen Abendstunden, in denen viele Pendler unterwegs sind. 

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 31.05.2019