A 26 - Schneller mit dem Auto nach Hamburg

Autobahn
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Das Projekt wird schon seit dem Jahr 2002 realisiert. Mit einer kompletten Fertigstellung ist aber erst um das Jahr 2030 zu rechnen.

 

Sie ist die große Hoffnung vieler Menschen, die im Landkreis Stade leben und mit dem Auto zur Arbeit nach Hamburg pendeln: die Autobahn 26. Sie soll sich eines Tages, in Drochtersen beginnend, durch den ganzen Landkreis ziehen und im Hamburger Hafen an die Autobahnen 1 und 7 anknüpfen. Die Fahrt mit dem Auto nach Hamburg wäre sehr viel schneller und bequemer. Zudem soll die A 26 bei Drochtersen an die A 20 angeschlossen werden, die eines Tages Lübeck mit Bremerhaven und Oldenburg verbinden soll – so zumindest die Planung. Mit einem Autobahnkreuz bei Drochtersen und einer fertigen A 26 wäre der Landkreis Stade sehr viel besser als heute an das Autobahnennetz und an Hamburg angebunden. Grundstückspreise dürften dadurch steigen, mit wirtschaftlich positiven Folgen wäre zu rechnen – freuen würden sich aber vor allem zahlreiche Autofahrer in der Region.

Von 58 Kilometern sind 15,5 befahrbar

Bisher allerdings sieht die Realität anders aus. Von den geplanten 58 Kilometern der Autobahn 26 sind bisher 15,5 Kilometer realisiert. Im Bau sind weitere acht Kilometer. Die Autobahn kann zwischen Stade und Jork im alten Land befahren werden. Dann müssen die Pendler wieder auf die Bundesstraße 73 ausweichen. Die Straße ist bisher die Hauptverkehrsader in der Region und besonders morgens und abends überlastet. Das Pendeln zu diesen Zeiten ist oft eine Geduldsprobe.

Geduld braucht auch, wer auf eine endgültige Fertigstellung der A 26 wartet, deren Bau 2002 bei Stade begonnen wurde. Diese wird wohl sicherlich noch ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Im Bauabschnitt zwischen Jork und Buxtehude musste der Streckenverlauf nach einer Klage geändert werden. Hier ging es um den Schutz des Naturschutzgebietes "Moore bei Buxtehude". Im Abschnitt zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf wird bereits gebaut, die Fertigstellung ist bis 2021 geplant. Für den Ort Rübke muss noch eine Ortsumgehung gebaut werden – dort fürchtet man sich vor dem Durchgangsverkehr, der nach der Freigabe der Anschlussstelle Neu Wulmstorf der A 26 entstehen könnte.

Widerstand gegen die "Hafenpassage"

Für den Abschnitt zwischen Neu Wulmstorf und der A 7 läuft derzeit noch das Planfeststellungsverfahren. Der Abschnitt zwischen A 7 und A 1, genannt "Hafenpassage, läuft ebenfalls noch das Planfeststellungsverfahren. Widerstand gibt es in den Hamburger Stadtteilen Moorburg und Wilhelmsburg, Bürger fürchten verschiedene negative Folgen eines Autobahnbaus.
Der Bauabschnitt zwischen Stade und Drochtersen befindet sich ebenfalls noch im Planfeststellungsverfahren.

A 20 soll Ostfriesland mit der Uckermark verbinden

Die Autobahn 20 existiert bisher zwischen Bad Segeberg und dem Autobahnkreuz Uckermark. Über die Autobahn verbunden sind Lübeck, Wismar, Rostock, Greifswald und Schwedt (Oder). Geplant ist, die A 20 ab Bad Segeberg als Nordwestumgehung für Hamburg weiterzuführen und sie südlich der Elbe bis in die Umgebung von Oldenburg weiterzubauen. Die Bauabschnitte sind jeweils entweder in der Vorplanung, in der Planfeststellung oder in der Planänderung. Teilweise gibt es – wie im Bereich des geplanten Autobahnkreuzes bei Drochtersen – auch schon einen Planfeststellungsbeschluss. Bis Autofahrer allerdings zwischen Ostfriesland und dem östlichen Brandenburg die A 20 nutzen können, wird mindestens noch ein Jahrzehnt vergehen.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 25.09.2018