Für Pendler - Takt der Metronom-Züge wird dichter

Metronom-Zug nach Lüneburg
Ole Spata

 

Länger und häufiger unterwegs: Auf der Strecke Hamburg – Lüneburg gibt es bald mehr Optionen.

 

Wohnen und Arbeiten an einem Ort ist heute nicht mehr selbstverständlich. Während das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Bonn für das Jahr 2000 einen Pendler-Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitnehmer in Höhe von 53 Prozent ermittelt hat, ergab sich für das Jahr 2018 ein anderes Bild. Nach einer Umfrage des Nachrichtenmagazins "Spiegel", in der Daten der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet wurden, pendelten von den rund 32 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland bereits 60 Prozent zu ihrem Arbeitsplatz. Außerdem wurden die zurückgelegten Wege zum Job von 2000 bis 2018 länger: von 14,6 auf 16,8 Kilometer.

Die Züge nach Hamburg sind stark frequentiert

Diese Situation ist auch für viele Menschen in der Metropolregion Hamburg Realität. Morgens und abends sind die Bahnsteige in Hamburg, Lüneburg oder Bad Oldesloe besonders voll. 17 Prozent der Hamburger und 45 Prozent der Lüneburger pendeln zum Job. In Hohnstorf (Kreis Lüneburg) pendeln sogar 96 Prozent zur Arbeitsstelle. Viele Berufspendler und Studierende nutzen für die Strecke zwischen Hamburg und Lüneburg den Metronom.

Fahrgastzahlen des Metronoms stark gestiegen

Zwischen 2007 und 2017 sind die Fahrgastzahlen hier um 31 Prozent (Hamburg – Uelzen) gestiegen. Darauf regiert auch der Betreiber, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen zum Farplanwechsel im Dezember 2018. So wird es auf der Strecke Hamburg – Uelzen keine kurzen Züge mit fünf Wagen mehr geben. Dann werden immer sechs, vereinzelt sogar sieben Doppelstockwagen zur Verfügung stehen. Durch den neuen Fahrplan soll auch alle zwei Stunden Züge von Hamburg bis Hannover oder Göttingen durchfahren. Dadurch kann das Umsteigen in Uelzen entfallen. Auch für das Wochenende sind Verbesserungen geplant. Dann sollen die Züge zwischen Hamburg und Lüneburg im Stundentakt verkehren.

Politiker zufrieden mit der Ausweitung des Angebots

Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter ist mit diesen Maßnahmen zufrieden. „Mit der Ausweitung des Angebots auf der Schiene, durch zusätzliche und längere Züge, schaffen wir gemeinsam mit Niedersachsen mehr Kapazitäten, damit mehr Reisende auf die Bahn umsteigen können. Das entlastet nicht zuletzt auch die Straßen im Süderelberaum“, sagt er. Und der Grünen-Bürgerschaftsabgeordnete Martin Bill meint: „Attraktive Angebote sind die beste Voraussetzung, um weitere Pendler zum Umstieg auf die Bahn zu motivieren.“

Wagen werden modernisiert

Schon jetzt steht fest, dass der Metronom die Linie zwischen Hamburg und Lüneburg auch langfristig weiterbedienen wird. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) gewann die Ausschreibung der Linie bis 2033. Mehr Komfort dürfen die Pendler auch erwarten: die LNVG modernisiert ab 2018 die vorhandenen Wagen, sie erhalten neue Sitze, neue Fußböden, neue Beleuchtungen, Überwachungskameras und WLAN-Zugänge. Auch der Außenanstrich soll erneuert werden.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 25.09.2018