Kreis Stormarn - Mieten, wo andere bauen

Das geplante Wohnquartier auf dem VW-Grundstück in Ahrensburg.
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Schöne und günstige Wohnungen gibt es auch im Grüngürtel.

Die Mieten in Hamburg steigen weiter – besonders in den begehrten Vierteln. Dasselbe lässt sich über die Grundstückspreise am Hamburger Rand sagen. Auch sie steigen, besonders in begehrten Gegenden, die eine gute Verkehrsanbindung haben. Und so sind manche Familien, die mehr Platz brauchen, seit Jahren auf einer erfolglosen Suche. Eine größere Mietwohnung? Unerschwinglich, zumindest dort, wo man gerne wohnen möchte. Also doch raus in den Grüngürtel, ein Haus kaufen oder einen Neubau wagen? Auch nicht finanzierbar.

Wie so oft lohnt es sich, zur Lösung des Problems einmal die Blickrichtung umzukehren. Wie wäre es denn, wenn man zur Miete wohnt – aber eben nicht in Eimsbüttel oder Altona, sondern dort, wo üblicherweise das Haus mit Garten vermutet wird? Tatsächlich lässt es sich auch in Hamburgs Grüngürtel zur Miete wohnen, etwa im Kreis Stormarn. Auch vergleichssweise erschwingliche Objekte lassen sich durchaus finden, etwa jene, die im Besitz von Baugenossenschaften sind.

Genossenschaft baut in Ahrensburg und Großhansdorf

Eine in Stormarn sehr präsente Wohnungsbaugenossenschaft ist die Neue Lübecker (NL). Sie baut derzeit in Großhansdorf und Ahrensburg zahlreiche neue Wohnungen. Beide Orte sind bestens über Straße und Schiene mit Hamburg verbunden.
 In Großhansdorf investiert die NL 25 bis 30 Millionen Euro. Mit dem Geld errichtet sie an der Sieker Landstraße links und rechts der Zufahrt zum Schulzentrum sechs Gebäude mit insgesamt 120 Wohnungen. Noch stehen auf den Grundstücken mit den ungeraden Nummern 187 bis 211 sechs Blocks mit insgesamt 70 Wohnungen. Sie wurden 1951 errichtet und sollen nun ab 2022 abgerissen werden. Ende 2025 soll das letzte der neuen Häuser fertig sein. Die neuen Häuser werden drei Geschosse haben. Vorgesehen sind 70 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 50 Quadratmetern, 34 Drei-Zimmer-Wohnungen (bis 75 Quadratmeter) und acht Vier-Zimmer-Wohnungen (bis 90 Quadratmeter). 23 Wohnungen werden Sozialwohnungen. Die Wohnungen werden dann an NL-Mitglieder, aber auch auf dem freien Markt angeboten. Wer dann eine Wohnung anmieten will, wird auch Mitglied bei der Wohnungsbaugenossenschaft.

In Ahrensburg schafft die NL im Reeshoop-Viertel an der Hermann-Löns-Straße in mehreren Bauabschnitten 200 neue Wohnungen. Zum Teil wird neu gebaut, zum Teil werden vorhandene Wohnblocks aus den 60er-Jahren um zwei Stockwerke aufgestockt. Die Bestandswohnungen werden modernisiert. Einige Wohnungen sind im Herbst 2019 fertig geworden, in anderen Bereichen haben die Arbeiten noch nicht begonnen. Grundsätzlich können sich auch hier Nichtmitglieder auf fertige Wohnungen bewerben – die NL informiert auf ihrer Webseite  über Fortschritte. Hier können sich Interessenten auch für die Objekte in Großhansdorf oder anderen Ortschaften bewerben.

Investor Meravis baut im Zentrum von Ahrensburg

Im Sommer 2020 soll der Startschuss für ein weiteres Großprojekt in Ahrensburg fallen. Die Immobilienfirma Meravis hat das ehemalige VW-Grundstück in der Innenstadt (Hamburger Straße/Ecke Adolfstraße) gekauft und baut dort bis 2022 106 neue Wohnungen. Es entstehen fünf Gebäude mit 72 frei finanzierten und 32 vom Land Schleswig-Holstein öffentlich geförderten Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Meravis.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 27.12.2019