Projekte - Ahrensburg und Bargteheide wollen Zentren aufwerten

Der Stormarnplatz in Ahrensburg.
HA

 

Die beiden Stormarner Städte beantragen Fördergeld, um ihre Innenstädte attraktiver zu gestalten.



Mit rund 33.000 Einwohnern ist Ahrensburg die größte Stadt des Kreises Stormarn. Doch das Zentrum der Stadt ist an manchen Stellen wenig attraktiv. Das gilt besonders für das Umfeld des Rathauses. Das in die Jahre gekommene Gebäude aus den 1970er-Jahren steht mittlerweile unter Denkmalschutz, wird in den kommenden Jahren aufwändig saniert. Doch der Rathausplatz wird – außer an den Markttagen Mittwoch und Sonnabend – hauptsächlich als großer Parkplatz genutzt.

Stormarnplatz soll zum Stadtpark werden

Auf der unmittelbar hinter dem Rathaus gelegenen Wiese hingegen – dem Stormarnplatz – könnte sich bald eine Menge tun. Die Stadt plant, unter dem Stormarnplatz eine Tiefgarage zu bauen und die rund einen Hektar große Wiese, die an zwei Sportplätze grenzt, in einen Stadtpark umzuwandeln. Ideen für so einen Stadtpark gibt es schon seit vielen Jahren, doch nun hat sich eine Finanzierungsmöglichkeit aufgetan. Die Stadt Ahrensburg hat im Herbst 2018 Fördergeld für die Realisierung eines solchen Parks beantragt. Das Programm, aus dem die Mittel kommen sollen, ist der „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“. Die Beantragung erfolgte im Zusammenhang mit der ebenfalls anstehenden Sanierung des neben dem Stormarnpark gelegenen Bruno-Bröker-Hauses, das die Stadt für unterschiedlichste Veranstaltungen nutzt. Ahrensburger Politiker gehen davon aus, dass die Fördersumme etwa 1,2 Millionen Euro betragen könnte, das sind 90 Prozent der Gesamtsumme, die der Bau des Parks kosten würde.

Bewegungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen und Skateranlage

Vorgesehen ist derzeit die Errichtung eines „urbanen Parks“ mit Bewegungsangeboten für unterschiedliche Altersgruppen sowie eine Skateranlanlage. Unter dem Stormarnpark soll eine Tiefgarage entstehen, sie wird zusammen mit dem Stadtpark geplant. Allerdings hatten die Politiker des städtischen Bauausschusses den Bau der Tiefgarage zuletzt gestoppt. Die durch eine Machbarkeitsstudie ermittelte Vorzugsvariante sei mit rund acht Millionen Euro zu teuer und entspreche nicht den ästhetischen Vorstellungen. Diskutiert wurde eine Variante, nach der die Tiefgarage eine nach oben zum Park offene, drei bis sechs Meter lange Fuge bekommen sollte. Das stieß auf Kritik. Die nun beantragten Fördermittel für den Stadtpark sind aber nicht an den Bau der Tiefgarage gekoppelt – die Stadt könnte also zunächst nur den Park realisieren.

Bargteheide hat gute Ausssichten auf Förderung

Auf Fördergeld für ein attraktiveres Zentrum hofft auch Bargteheide. Die 16.000-Einwohner-Stadt hat sich deshalb beim Land Schleswig-Holstein für das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortszentren“ beworben – mit guten Aussichten, im Jahr 2019 aufgenommen zu werden. Vertreter des Innenministeriums hatten nach einer Ortsbesichtigung erklärt, dass Bargteheide infrage komme. Das Fördergebiet soll vom Bahnhofsviertel bis zur Alten Landstraße reichen. Mögliche Vorhaben sind ein Fahrradparkhaus und eine Rathauserweiterung. Aber auch die wichtigen Einkaufsmeilen Bahnhof- und Rathausstraße könnten von dem Fördergeld profitieren.

Der Antrag muss Ende Februar in Kiel vorliegen. Bis dahin ist eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen. Vom 1. Januar bis 3. Februar soll auf der städtischen Homepage www.bargteheide.de eine Online-Beteiligung freigeschaltet werden. Alle Hinweise aus der Bürgerbeteiligung werden von einem Projektteam ausgewertet. Das letzte Wort haben dann die Kommunalpolitiker. Mit welcher Förderung Bargeheide rechnen kann, steht frühestens im Herbst 2019 fest.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 11.01.2019