Hilfe - Norderstedts Maklerin für Bedürftige

 
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Katrin Fasel vermittelt Menschen in Not Wohnraum.

 

Norderstedt ist grün, lebendig und nur einen Katzensprung von der Metropole entfernt. Eine halbe Stunde dauert die Fahrt mit der U-Bahn in die Hamburger City. Als Wohnort ist Norderstedt seit seiner Gründung 1970 beliebt. Seither steigt die Einwohnerzahl der Stadt beständig. Nachdem zuletzt in Hamburg die Mieten stark gestiegen sind, suchen vor allem Familien am Stadtrand günstigen Wohnraum. Die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt in Norderstedt ist groß. Wohnraum ist knapp, die Mieten in Norderstedt zählen mit durchschnittlich 9,45 Euro pro Quadratmeter zu den höchsten in Schleswig-Holstein. Besonders schwer ist es für Geringverdiener, Rentner, Menschen in Notlagen und Bedürftige eine bezahlbare Wohnung in der Stadt zu finden.

Der Weg in die Wohnungslosigkeit ist kürzer geworden 

Noch schwerer haben es Menschen, die durch Krankheit, Schulden oder Arbeitslosigkeit ihre Wohnung verloren haben oder vor Verfolgung und Krieg geflohen sind. Die meisten von ihnen leben in städtischen Unterkünften. Derzeit sind es mehr als 1000 Menschen in Norderstedt. Ihnen zu helfen, ist die Aufgabe von Katrin Fasel. Seit 2017 kümmert sich die Fachangestellte für Wohnraumbeschaffung darum, Menschen, die es allein nicht schaffen würden, bei ihrer Suche nach einem neuen Zuhause zu unterstützen.

„Eine eigene Wohnung bedeutet ein Zuhause zu haben. Zuhause ist für alle Menschen der wichtigste Ort im Leben. In diesem Punkt gibt es keinerlei Unterschied zwischen Geflüchteten und deutschen Obdachlosen. Alle sehnen sich nach einem Zuhause außerhalb der Unterkünfte,“ sagt Katrin Fasel. Sie hat Kontakt zu allen Vermietern in der Stadt, kennt alle Neubauprojekte mit gefördertem Wohnraum in Norderstedt und durchsucht jeden Tag die wichtigsten Immobilienportale im Internet nach geeigneten Angeboten.

Bei ihrer Arbeit geht es vor allem darum aufseiten der Vermieter, Vorurteile abzubauen. Das Klischee von Obdachlosen, die nicht arbeiten wollen und unzuverlässig sind, treffe im Einzelfall vielleicht zu, sei aber bei Weitem nicht der Regelfall. Heute sei der Weg in die Wohnungslosigkeit kürzer, Geringverdiener schneller betroffen, bei Trennungen beispielsweise. Katrin Fasel kennt viele Beispiele, wie schnell es gehen kann, dass jemand auf der Straße steht.

Grundlegende Deutschkenntnisse sind unerlässlich

Bei großen Immobiliengesellschaften, appelliert Katrin Fasel an das soziale Gewissen der Vermieter. Oft klappt das. Zumal sie nur Kandidaten vermittelt, denen sie auch zutraut, das Leben in einer Wohnung zu meistern. Wer betrunken zum Termin erscheint, hat keine Chance. Wer angebotene Wohnungen ablehnt, auch nicht. Ein weiterer wichtiger Punkt, um seine Chance auf ein eigenständiges Leben in einer Wohnung zu erhöhen, sind grundlegende Deutschkenntnisse. Sie seien vor allem für Geflüchtete oft eine Hürde, um wieder ein selbstbestimmtes Leben zu leben. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es jedoch unerlässlich, dass Mieter und Vermieter miteinander sprechen können. Vermittelt werden können nur Geflüchtete, die einen Aufenthaltstitel vorweisen können. Auch die Integrationsbemühungen zählen, das Verhalten in der Unterkunft und die Dringlichkeit der Wohnungssuche.

Die Vermittlerin hält den Kontakt zu Mieter und Vermieter

Auch nach der erfolgreichen Vermittlung hält Katrin Fasel einige Zeit den Kontakt zu Mieter und Vermieter. Sie erkundigt sich, ob es Probleme gibt und stellt gegebenenfalls den Kontakt zu anderen Beratungsstellen und Hilfsangeboten her. Bisher gibt es vor allem Erfolgsgeschichten. Vermieter seien sehr aufgeschlossen.

An Katrin Fasel können sich nur Menschen wenden, die in einer städtischen Unterkunft in Nordertstedt leben. Sie können sich an die Betreuung vor Ort wenden, um bei der Wohnungssuche unterstützt zu werden. Auch wer als Vermieter mit Katrin Fasel in Kontakt treten möchte, kann sich unter der Telefonnummer 040/535 95 181 melden.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 19.07.2019

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