S 21 - Mit der S 21 schneller nach Hamburg

Bahnhof Norderstedt - AKN
HA

 

Ellerau, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg sollen vom Ausbau der AKN-Strecke nach Hamburg-Eidelstedt profitieren. Planer erwarten steigende Einwohnerzahlen.

 

Eine gute Nachricht für Pendler im Kreis Segeberg: Auf der AKN-Strecke zwischen Kaltenkirchen und Hamburg-Eidelstedt soll nach der geplanten Elekrifizierung die neue S-Bahn-Linie 21 fahren. An der Westgrenze des Kreises Segeberg soll sie in Kaltenkirchen, Ellerau und Henstedt-Ulzburg jeweils zwei Haltepunkte erhalten. Schon zuletzt haben die Kommunen deutlich bei der Einwohnerzahl zugelegt. Mit der Verbesserung der Anbindung nach Hamburg erwarten Experten einen weiteren Zuwachs an Einwohnern.

Schnellere Anbindung in die Hamburger City

Diesen Schluss legen die Ergebnisse eines neuen Gutachten nahe, das das Berliner Stadtentwicklungsbüro Gertz-Gutsche-Rümenapp im Auftrag der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein sowie der sechs Bahnhofsgemeinden erstellt hat. Die deutlich kürzeren Wege zum Hamburger Hauptbahnhof und zum geplanten Fernzug-Bahnhof Diebsteich werde die Einwohnerzahlen in Ellerau (plus 500), Henstedt-Ulzburg (plus 2050) und Kaltenkirchen (plus 2450) bis 2030 um weitere 5000 Menschen, also um beinahe zehn Prozent, anwachsen lassen, prognostiziert Gutachter Jens Rümenapp.

Bürger sollen beteiligt an der Gemeindeentwicklung werden

In den Gemeinden wird das Projekt S 21 durchweg positiv gesehen. Die Attraktivität von Ellerau, Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen als Wohnort in der Metropolregion Hamburg steige. In allen drei Gemeinden wird schon jetzt an Entwicklungskonzepten gearbeitet, die die Folgen für den lokalen Wohnungsmarkt aussteuern sollen. Henstedt-Ulzburg will auf der Grundlage eines integrierten Gemeindeentwicklungskonzepts Lösungen entwickeln. Dabei sollen die Bürger intensiv einbezogen werden.  In Kaltenkirchen, das täglich 7107 Einpendler und 5932 Auspendler verzeichnet, wird vor allem die Verkürzung der Fahrzeit positiv bewertet, die weiter steigende Pendlerzahlen nach sich ziehen könnte. Von einer erhöhten Nachfrage betroffen sein, könnten nach Angaben aus dem Rathaus, nicht nur Wohnraum, sondern auch Gewerbeflächen. Darum habe Kaltenkirchen gerade zwei neue Bebauungspläne in Kaltenkirchen-Süd für zusätzliche Betriebsansiedlungen auf den Weg gebracht.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 25.09.2018