Pendlersituation verbessern - Millionen Euro für die Bahnhöfe im Kreis

Bahnhof Elmshorn
HA

 

Pinneberg saniert mit viel Aufwand seinen Bahnhof. Elmshorn plant das ebenfalls.

 

Die Bahnhöfe der beiden größten Städte im Kreis Pinneberg werden täglich von Tausenden Pendlern genutzt, die zur Arbeit nach Hamburg fahren. Beide Gebäude sind sanierungsbedürftig. Deshalb sollen jetzt Millionen in den Umbau der Gebäude gesteckt werden. In Pinneberg haben die Arbeiten bereits begonnen. In Elmshorn sind die Planungen noch nicht so weit, aber es ist bereits Geld aus Kiel geflossen.

2021 sollen die Arbeiten in Pinneberg beendet sein

15 Millionen Euro werden für den Umbau des Pinneberger Bahnhofes ausgegeben, der im September 2018 begonnen hat. Im Jahr 2021 sollen die Arbeiten beendet sein. Mit den Investitionen soll der Bahnhof deutlich kundenfreundlicher gestaltet werden. Der Großteil des Bahnhofsgebäudes wird zwar bestehen bleiben, sein Gesicht wird sich aber trotzdem komplett verändern. Es wird ein neuer, breiter Fußgängertunnel gebaut, alle Bahnsteige werde barrierefrei mit gläsernen Aufzügen erschlossen. Der Bahnsteig an Gleis 3 wird mit der für den Regionalverkehr erforderlichen Höhe von 76 Zentimetern neu gebaut. Auch die Bahnsteige an Gleis 4 und 5 werden neu gebaut und verlängert, und darüber entsteht ein Bahnsteigdach mit einer Länge von 132 Metern.

2015 wurde eine Park-and-ride-Anlage gebaut

Die Bauarbeiten an den Bahnsteigen sollen im Sommer 2020 abgeschlossen sein. Im Anschluss daran geht es dann am und im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude weiter. Es wird komplett saniert und umgebaut. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist Gastronomie geplant, für das Obergeschoss sind Funktionsräume vorgesehen. Auch soll ein neuer Servicepavillon entstehen und das Umfeld aufgewertet werden. Dort ist bereits einiges passiert. 2015 wurde eine Park-and-ride-Anlage auf der Nordseite realisiert. Seitlich des Empfangsgebäudes entsteht derzeit ein neuer Busbahnhof. Außderdem wird ein Fahrradparkhaus gebaut. Auf der anderen Seite der Gleise, auf einem süd-westlich des Bahnhofes gelegenen Gelände, werden Wohnungen gebaut. Auf dem Gelände war bis 1990 der Motorenhersteller Ilo ansässig.

Auch der Bahnhof in Elmshorn steht vor einer Sanierung. Jetzt ist die erste Finanzspritze für den Umbau bewilligt worden. In den kommenden sieben Jahren sollen 34 Bahnstationen in Schleswig-Holstein ganz oder zumindest teilweise auf den aktuellen Stand gebracht werden. Zu den Bahnhöfen, die grundlegend erneuert und barrierefrei ausgebaut werden, gehört außer Neumünster, Westerland und Schwarzenbek vor allem auch Elmshorn. Sieben weitere Stationen sollen gebaut werden. Die Gesamtkosten betragen etwa 74 Millionen Euro.

Elmshorn will unter anderem eine Fahrradgarage bauen

Welche Summe dabei für Elmshorn abfällt, steht noch nicht fest. Klar ist aber: Sowohl die Bahnsteige als auch das Bahnhofsgebäude sollen modernisiert werden. Außerdem plant die Stadt, das Bahnhofsumfeld zu erneuern. Der Zentale Omnibusbahnhof (ZOB) wird dichter an den Bahnhof verlegt, die Bushaltestellen werden überdacht und ein Übergang zu den Zügen geschaffen, damit die Fahrgäste trocken bleiben. Eine Radgarage sowie Park & Ride-Parkplätze sollen zudem geschaffen werden. Im Herbst will die Stadtverwaltung der Politik Pläne vorstellen. 2019 soll das Projekt weiter vorangetrieben werden.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 24.09.2018