Autobahn 23 - Eine Geduldsprobe für Pendler

Stau auf der A 23
HA

 

Viele Pendler, die im Kreis Pinneberg leben und in Hamburg arbeiten, stehen morgens auf der A 23 im Stau. Sie hoffen auf einen sechsspurigen Ausbau.

 

Die meisten Pendler aus dem Kreis Pinneberg nutzen täglich die Autobahn 23, um zur Arbeit nach Hamburg zu fahren. Gleich acht Anschlussstellen verbinden Städte und Gemeinden des Kreises mit der Autobahn: Horst-Elmshorn, Elmshorn, Tornesch, Pinneberg-Nord, Pinneberg-Mitte, Pinneberg-Süd, Halstenbek/Rellingen und Halstenbek-Krupunder. Die A 23 ist der mit Abstand wichtigste Zubringer für alle, die mit dem Auto nach Hamburg wollen. Entsprechend frequentiert ist die Schnellstraße.

Täglischer Stau ist Alltag für Berufspendler

Im Verkehrsministerium in Kiel ist von einer „sehr hohen Verkehrsbelastung“ die Rede, die Dauerzählstelle bei Krupunder hat im Jahr 2015 im 24-Stunden-Schnitt 76.875 Fahrzeuge ermittelt. Und so gibt es Durchsagen im Radio, auf deren tägliche Wiederkehr absoluter Verlass ist. Diese die Autobahn 23 betreffende Nachricht gehört dazu: „Stockender Verkehr zwischen Tornesch und dem Dreieck Hamburg-Nordwest.“ Berufspendler rollen oft im Schritttempo, Stoßstange an Stoßstange, gen Hamburg. Abends das gleiche Spiel, auf der Gegenfahrbahn.

Sechsspuriger Ausbau steht im Bundesverkehrswegeplan

Autofahrer können sich zumindest Hoffnung machen, dass sich die Situation in Zukunft bessern wird. Denn die A 23 soll zwischen Elmshorn und Eidelstedt sechsspurig ausgebaut werden. Das steht im Bundesverkehrswegeplan in der Kategorie der Projekte, die bis 2030 realisiert werden sollen. Zuständig sein soll die Autobahngesellschaft des Bundes, die 2021 gegründet werden soll.
Der Umstand allein, dass ein Projekt in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird, bedeutet nicht zwangsläufig einen baldigen Baubeginn. Erst zu einem späteren Zeitpunkt folgen aus so einem Regierungsprogramm Ausbaugesetze, die noch später zu Baurecht werden – vorbehaltlich der Finanzierbarkeit. Dennoch gilt ein Eintrag im Bundesverkehrswegeplan als Indiz, dass die Verantwortlichen in Berlin einen konkreten Bedarf erkannt haben.

Ampeln regeln Zufahrt an drei Anschlussstellen

Um den Verkehrsfluss besser zu regeln, wurden im Sommer 2017 zunächst neue Ampelanlagen installiert. An den beiden Halstenbeker Autobahnauffahrten sowie in Pinneberg-Mitte regeln sie die Zufahrt zur A 23. Auf diese Weise soll der Stau im morgendlichen Berufsverkehr zumindest abgemildert werden. Die Anlagen sind dann in Betrieb, wenn das Verkehrsaufkommen eine bestimmte Grenze überschreitet.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 24.09.2018