Immobilienmarkt - Günstig wohnen im Kreis Herzogtum Lauenburg

Der Schulsee in Mölln.
Andreas Laible/HA

Die Preise in Hamburg und Umlandkreisen wie Stormarn steigen weiter. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist eine erschwingliche Alternative.

Häuser und Wohnungen in Hamburg und im Umland werden immer teurer. Das hat jetzt eine Untersuchung der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein Hamburg bestätigt. Demnach haben sich die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser in Hamburg zwischen Januar 2018 und Januar 2019 um 4,2 Prozent erhöht – der Durchschnittspreis liegt jetzt bei 4483 Euro pro Quadratmeter, bei Bestandsimmobilien. Damit haben sich die Preise in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. In vielen Gegenden von Hamburg sind Häuser und Wohnungen noch teurer, die Preise liegen in manchen Lagen über 6000 Euro pro Quadratmeter.

Nach Angaben der LBS hat auch das Umland im vergangenen Jahr kräftig aufgeholt. Die Steigerungsraten lagen zwischen sieben und neun Prozent. Bestandsimmobilien in Halstenbek, Schenefeld oder Wedel kosten mittlerweile zwischen 3000 und 4000 Euro pro Quadratmeter. In Orten wie Norderstedt, Bargteheide, Lüneburg oder Pinneberg werden durchschnittlich 2500 bis 3000 Euro fällig.

Quadratmeterpreise für Bestandsimmobilien um 2000 Euro

Vor diesem Hintergrund werden Regionen attraktiver, die bisher nicht so stark im Fokus der Hamburger Kunden standen. Dazu gehört der Kreis Herzogtum Lauenburg. Laut LBS liegen die Quadratmeterpreise für Bestandsimmobilien in weiten Teilen des Kreises um 2000 Euro oder darunter. Das bestätigt auch Susanne Grieme, Inhaber des Standortes Ratzeburg des Maklerunternehmens Dahler & Company, gegenüber der Redaktion von Hamburgerimmobilien.de. Grieme weiter: “Die Preise steigen auch hier, aber längst nicht so schnell wie etwa im Kreis Stormarn.” Auch im Ratzeburger Büro stelle man ein gestiegenes Interesse von Kunden aus Hamburg fest. Grieme: “Es zieht viele heraus in unsere Region, oftmals Kunden ab 50 Jahre. Sie suchen Entschleunigung, aber auch niedrigere Immobilien- und Grundstückspreise.”

Mölln und Ratzeburg im Zentrum des Interesses

Im Zentrum des Interesses stünden die Städte Mölln und Ratzeburg. Für Einfamilienhäuser müsse hier, wie in anderen Teilen des Kreises, von einem Quadratmeterpreis von etwa 2000 Euro ausgegangen werden. Ein Quadratmeter Baugrundstück in Mölln koste zwischen 80 und 470 Euro, in Ratzeburg seien es zwischen 100 und 370 Euro. Beide Städte bieten eine gute Infrastruktur, an Hamburg sind sie über die Bundesstraße 207 und die Autobahn 24 angebunden. Wer zur Arbeit in die Innenstadt pendeln will, sollte etwa eine Stunde Fahrzeit pro Richtung kalkulieren, mit Auto oder Bahn. Schwarzenbek und Geesthacht, beide ebenfalls im Kreis Herzogtum Lauenburg gelegen, liegen etwas näher an Hamburg. Pendler brauchen nur etwa 30, beziehungsweise 45 Minuten in die City. Allerdings sind hier auch die Immobilienpreise etwas höher. Laut LBS liegen sie in beiden Städten bei 2250 bis 2500 Euro. Eine Alternative ist die Stadt Lauenburg an der Elbe. Hier liegen die Preise für Bestandsimmobilien bei 1500 bis 1750 Euro. Pendler brauchen etwa eine Stunde ins Zentrum, mit Zug oder Auto.

Kunden mit kleinerem Geldbeutel rät Susanne Grieme, auch einmal in kleineren Gemeinden im Kreis Herzogtum Lauenburg zu suchen. "In etwas weiter abseits gelegenen Dörfern findet man oft gute Objekte für unter 1500 Euro pro Quadratmeter." Abseits müsse dabei keineswegs schlecht sein. "Der Freizeitwert ist oft sehr gut. Und auch kleinere Gemeinden sind mittlerweile sehr gut ans Glasfasernetz angebunden." Die Versorgung mit Schulen und Kindergärten sei gut, nur zum Einkaufen müsse man unter Umständen in die nächstgelegene Stadt oder ins nächste Dorf fahren.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 24.04.2019