Günstiges Bauland südlich der Elbe

Neue Häuser im Baugebiet Fischbeker Heidbrook.
IBA Hamburg/Martin Kunze

In den Neubaugebieten von Neugraben-Fischbek entstehen auch Einfamilienhäuser. 

Südlich der Elbe erfindet sich ein Stadtteil neu. Neugraben-Fischbek schafft Wohnraum für 12.000 bis 15.000 Menschen. Im Zuge der der Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA, 2007 bis 2013), die auch ein Entwicklungsprogramm für bestimmte Stadtteile war, wurden mit Vogelkamp-Neugraben, Fischbeker Heidbrook und Fischbeker Reethen drei Neubaugebiete geschaffen. Hier soll günstiges Wohnen mit modernen städtebaulichen Konzepten verbunden werden. Die drei Neubaugebiete punkten mit ihrer Lage in direkter Nähe von Naturschutzgebieten und auch mit der guten Verkehrsanbindung durch die S-Bahn. Ein weiterer Vorteil: Eine städtische Gesellschaft – die IBA Hamburg GmbH – entwickelt die drei Gebiete, die auch so etwas wie Zukunftslabore für die Stadtentwicklung sind.

Für das Gebiet Fischbeker Reethen – hier sollen 1200 Wohneinheiten entstehen – läuft derzeit noch das Verfahren zur Erstellung eines Bebauungsplans. Weiter fortgeschritten ist die Planung in Fischbeker Heidbrook (2200 Wohneinheiten) und Vogelkamp-Neugraben (1500 Wohneinheiten). Hier werden die Abschnitte nach und nach bebaut. Die Stadt und private Investoren haben an einigen Stellen bereits günstige Mietwohnungen geschaffen. Im Gebiet Fischbeker Reethen soll es zudem auch Gewerbeansiedlungen geben, eine Kopplung unter dem Titel „Wohnen und Arbeiten im Grünen“ ist geplant. Weniger bekannt ist, dass es in den Neubaugebieten auch Reihen- und Einzelhäuser sowie Eigentumswohnungen geben wird. Für jene, die ein eigenes Haus im Grünen oder ein geeignetes Stück Land dafür suchen, lohnt der Blick in den Süden.

Baugrundstücke gehören der Stadt, städtische Gesellschaft macht Vermarktung

Die Grundstücke gehören vor ihrem Abverkauf der Stadt. Die Vermarktung übernimmt die IBA Hamburg GmbH selbst. Das Besondere dabei: der günstige Preis. Dazu Tim Kuisat, zuständiger Projektmanager bei der IBA Hamburg GmbH: „Wir sind als städtische Gesellschaft an den Bodenrichtwert gebunden. Der durchschnittliche Preis für ein Neubaugrundstück in den drei Gebieten in Neugraben-Fischbek liegt bei 250 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen lagebedingte Zu- und Abschläge.“ Dieser Quadratmeterpreis liegt weit unter dem, was Käufer in Hamburg oft bezahlen müssen. In Stadtteilen wie Sasel oder Volksdorf ist er in der Regel mindestens doppelt so hoch. Einen guten Überblick über Bodenrichtwerte bietet BORIS.HH, ein Informationsportal der Stadt Hamburg. Die tatsächlichen Kaufpreise, die private Anbieter aufrufen, können davon allerdings noch einmal stark abweichen.

Tim Kuisat weiter: „Im Gebiet Heidbrook sind noch einzelne Baugrundstücke zu haben, im Vogelkamp ebenfalls.“ Das Baugebiet Heidbrook sei fast vollständig vermarktet, beim Vogelkamp kämen hingegen noch Grundstücke im letzten Bauabschnitt hinzu. „In diesem Abschnitt stehen aktuell Flüchtlingsunterkünfte. Wenn die nicht mehr benötigt werden und abgebaut sind, werden diese Grundstücke vermarktet.“ Die neuen Baugrundstücke seien durchschnittlich 600 bis 650 Quadratmeter groß.

Freie Flächen können auf einer interaktiven Karte gefunden werden

Auf einer eigens eingerichtete Webseite informiert die IBA Hamburg GmbH über die drei Neubaugebiete. Mittels einer interaktiven Karte können hier Baugrundstücke direkt gefunden werden. Wer dann bauen will, kann aus bestimmen Modellen wählen, die die IBA Hamburg GmbH vorgibt. Tim Kuisat sagt: „Es ist auch möglich, ein ganz neues Haus mit einem Architekten zu entwerfen. Der Entwurf muss aber gestalterisch zum Umfeld passen. Ein Gestaltungsbeirat entscheidet darüber, was zugelassen wird.“ Für geplante oder bereits fertige Reihenhäuser, Reihenendhäuser und Eigentumswohnungen sind externe Anbieter zuständig. Wer Informationen über sie sucht, wird hier fündig.

Wie Tim Kuisat sagt, sind die Neubaugebiete bereits jetzt sehr interessant auch für Menschen, die nicht aus Neugraben-Fischbek oder dem Umfeld kommen. Kuisat: „Von den Neubürgern kommen etwa 50 Prozent aus Stadtteilen nördlich der Elbe, oder aus ganz anderen Regionen.“ Neugraben-Fischbek habe Vorteile, die andere Teile des Hamburger Umlandes nicht bieten könnten: „Am S-Bahnhof fährt von Montag bis Sonnabend alle fünf Minuten eine Bahn Richtung Zentrum. Das haben Sie in Ahrensburg nicht.“

Neubau von Schulen und Kitas für die Neubürger

Zusammen mit den Neubaugebieten wird seit Jahren die Infrastuktur ausgebaut. Dazu Kuisat: „Alle Grundschulen im Stadtteil werden ausgebaut, eine weiterführende Schule wird ganz neu gebaut. In den Neubaugebieten enstehen mehrere Kitas. Im Gebiet Heidbrook wollen wir ein Ärztezentrum neu ansiedeln, der Investor ist bereits an Bord.“

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 05.07.2019