HafenCity - Der jüngste Stadtteil wächst weiter

dpa

Der jüngste Stadtteil Hamburgs zieht immer mehr Bewohner und Touristen an. 


Hamburgs HafenCity ist nicht erst seit der Eröffnung der Elbphilharmonie in aller Munde. Der jüngste Stadtteil der Hansestadt beherbergt seit 14 Jahren seine ersten Bewohner und zieht seitdem beständig viele Touristen an Hafenrand und Elbe. Wer hier wohnt, kann dem Quartier beim Wachsen zusehen. Auch wenn inzwischen viele Häuser am Kaiserkai und im Überseequartier stehen, Ladengeschäfte, Bäckereien, Restaurants, Banken, Kitas, Schulen und Artpraxen den Bewohnern das Alltagsleben leichter machen, drehen sich überall in Sichtweite weiterhin die Baukräne.

Rund um die Baustelle der Elbphilharmonie entstanden auch die ersten Wohnhäuser

Vor knapp 14 Jahren war das noch anders. Da stand das alte Hafenamt, ein solider denkmalgeschützter Backsteinbau allein auf weiter Flur. Ab 2007 belebten Bauarbeiter die Gegend, als auf dem Kaispeicher A die Bauarbeiten an der Elbphilharmonie begannen. Seitdem das spektakuläre Konzerthaus im Januar 2017 eröffnet wurde, pilgern regelmäßig nicht nur Hamburger und Konzertbesucher, sondern auch viele Touristen in die HafenCity. Das Ziel der meisten Besucher: die kostenfreie Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, die einen ganz eigenen Blick auf Hafen, Elbe und Stadt erlaubt. Mehr als sieben Millionen Besucher wurden seit Eröffnung gezählt.

Die Infrastruktur der HafenCity hat sich auf die Besucher eingestellt. Klagten vor Jahren einige Ladenbesitzer noch über mangelnde Laufkundschaft im entstehenden Stadtteil, gibt es heute kaum noch Beschwerden. Das Angebot, vor allem das kulinarische, ist vielfältig und innovativ. Auch zu einem Standort für innovative Hotelkonzepte hat sich die HafenCity entwickelt. So beherbergt heute auch das Alte Hafenamt Übernachtungsgäste, die modernen Komfort und individuelles Design, Leihfahrräder und gelegentliche Konzerts in der Hotellobby zu schätzen wissen.

Speicherstadt zählt seit 2015 zum Unesco-Weltkulturerbe

Ein Standort nah am Wasser war in Hamburg schon immer begehrt. Davon zeugt das Backstein-Ensemble der vor mehr als 100 Jahren erbauten Speicherstadt. Kaufleute lagerten in den Kontoren dort Gewürze, Kaffee, Tee und vieles andere. In einigen Kontoren sind immer noch Teppichhändler aktiv. Seitdem die Unesco die Speicherstadt 2015 zum Weltkulturerbe erklärt hat, kommen noch mehr Touristen an den Sandtorkai. Zumal dort Besuchermagneten wie das Miniaturwunderland ihre Adresse haben.

Es wird weiter gebaut

Gut erreichbar ist der Stadtteil nicht nur mit der U-Bahn-Linie 3, sondern auch mit mehreren Buslinien. Zudem wurde die U-Bahn-Linie 4 in Betrieb genommen, die die am Grasbrookpark gelegene Haltestelle Überseequartier direkt mit dem Jungfernstieg verbindet. Die Fahrzeit beträgt fünf Minuten. Nach und nach wächst der Stadtteil weiter. Im vergangenen Jahr wurde der Lohsepark der Öffentlichkeit übergeben. Derzeit wird das angrenzende Gelände, dass als Bindeglied zum Oberhafenquartier fungieren soll, bebaut. Auch im Baakenhafen und an der Versmannstraße drehen sich derzeit noch viele Kräne, in Hamburg dringend benötigter Wohnraum entsteht. Schon fertig ist der Bahnhof Elbbrücken, der später zu einem U- und S-Bahn-Knoten werden soll. Noch ist die Bautätigkeit im Osten der HafenCity nicht abgeschlossen. Und der Schlusspunkt soll ein spektakulärer werden: der 235 Meter hohe Elbtower, der vom britischen Architekten David Chipperfield geplant wurde, soll noch entstehen. Baubeginn für den Turm soll 2021 sein.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 01.02.2019