Bauland um Hamburg wird teurer

Baugrundstücke werden immer begehrter.
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Von Großhansdorf bis Halstenbek: Wo die Preise hoch sind - und wo noch eher niedrig.

 

Bauland im Hamburger Umland ist erneut deutlich teurer geworden. Das haben Gutachter-Ausschüsse für Bodenrichtwerte in den Kreisen Pinneberg, Stormarn und Segeberg ermittelt, die dafür Tausende Kaufverträge untersucht haben. Demnach gab es in den vergangenen zwei Jahren Preissteigerungen von teilweise mehr als 40 Prozent. Baulandpreise um 400 Euro pro Quadratmeter sind auch im weiteren Hamburger Umland keine Seltenheit mehr. In besonderen Lagen wird die 500 Euro-Marke geknackt.

Spitzenreiter im Kreis Pinneberg ist die Stadt Wedel. Hier kostet laut Gutachterausschuss ein Quadratmeter Bauland für Einfamilienhäuser inzwischen durchschnittlich 510 Euro. Teilweise würden bis zu 800 Euro bezahlt. Der Quadratmeterpreis in Pinneberg liegt bei 380 Euro. Etwas teurer ist es in Halstenbek (400 Euro), Rellingen und Schenefeld (jeweils bis zu 390 Euro). In Quickborn muss derzeit durchschnittlich 310 Euro gezahlt werden, das sind allerdings ganze 44 Prozent mehr als noch 2016. Günstiger ist es in Tornesch, mit 240 Euro. Aber auch hier liegt die Preissteigerung bei 37 Prozent.

Im Kreis Segeberg müssen Bauherren derzeit 300 bis 420 Euro pro Quadratmeter anlegen. Vor zwei Jahren waren es noch 265 bis 375 Euro. Für Henstedt-Ulzburg wurden durchschnittlich 300 Euro ermittelt. Für Kaltenkirchen lag der Wert bei 265 Euro, für Bad Segeberg bei vergleichsweise moderaten 150 bis 220 Euro.

410 Euro pro Quadratmeter in Großhansdorf, 250 Euro in Reinfeld

Spitzenreiter in Stormarn ist die Waldgemeinde Großhansdorf, hier werden durchschnittlich 410 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Es folgen Ahrensburg mit durchschnittlich 370 Euro, Bargteheide, Glinde und Oststeinbek (je 350 Euro). In Bargteheide wurden durchschnittlich 330 Euro pro Quadratmeter ermittelt, in der Kreisstadt Bad Oldesloe waren es 320. Ammersbek folgte mit 300 Euro. Durchschnittlich etwas günstiger ist das Bauland in den Randlagen des Kreises, etwa in Reinfeld oder Bargfeld-Stegen. Hier wurde ein Wert von je 250 Euro ermittelt. Auch im Kreis Stormarn sprechen Experten von teilweise sehr großen Preissprüngen. Ein Ende sei nicht in Sicht. Wie stets, werden Die sehr niedrigen Immobilienzinsen sowie die negative Zinsentwicklung bei den Sparguthaben als Gründe angeführt.

Preise können deutlich über die Bodenrichtwerte hinausgehen

Zu beachten ist: Die Grundstücksrichtwerte sind eine Hilfestellung für alle, die wissen wollen, was Grundstücke wert sind oder die nach Bauland Ausschau halten. Die Bodenrichtwerte sind darüber hinaus für Banken und Sachverständige wichtig, die Bewertungen vornehmen. Die Richtwerte geben aber nur eine allgemeine Auskunft zur Orientierung – für besondere Lagen und attraktive Grundstücke muss teilweise deutlich mehr bezahlt werden, bis hin zum Doppelten des Richtwertes.

von Redaktion hamburgerimmobilien.de am 05.09.2019